Was sind Smart Ziele?

    Ob Webshop, Firmen-Website, oder Blog. Um die Leistung deiner Website auszuwerten, ist das Setzen von den richtigen Zielen, auch S.M.A.R.T Goals genannt, entscheidend. Aber was heißt richtig in diesem Zusammenhang? Die Ziele müssen folgende Kriterien erfüllen, um als Smart Ziele zu gelten:

    1. spezifisch
    2. messbar
    3. umsetzbar (attainable)
    4. relevant
    5. zeitgebunden (time based)

     Je nach Ziel und Zweck einer Website können diese Ziele sehr unterschiedlich sein.

    smart-ziele-uebersicht
    Smart Ziele sind: Spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und zeitgebunden.
    Beispiel

    Smart Ziel für ein Hochzeitsfotografen

    Du bist ein Hochzeitsfotograf mit einer Website. Für dein Unternehmen ist es wichtig, Online-Aufträge zu generieren. Von 20 Kontakten (Leads), werden 5 zu zahlenden Kunden. Bislang konntest du in einem Monat 10 Leads über deine Website sammeln. Mit einer geeigneten Landingpage möchtest du die Anzahl der Leads im nächsten Monat auf 20 steigern.

    Das gewählte Ziel ist sehr konkret - “wir möchten mehr Kunde aquirieren” wäre dagegen sehr unspezifisch. Sehr unspezifische Ziele bringen das Problem mit sich, dass es schwer wird, die Ergebnisse als gut oder schlecht zu bewerten. Sind in unserem Beispiel 2 Kunden mehr gut, oder erst 20 Kunden? Deshalb ist es sinnvoll, Vergleichswerte zu haben, an Hand derer man das Ziel ins Verhältnis setzen kann. 

    Durch das Anlegen des Ziels im Webanalyse Tool Google Analytics wird es messbar und nachverfolgbar. Ob das Ziel auch umsetzbar ist, setze ich hier als gegeben voraus. Zusätzlich ist das gewählte Ziel auch relevant für unser Beispiel. Denn eine größere Anzahl von Neukunden entspricht hier zu mindestens teilweise dem Erfolg von dem Unternehmen. Zum Schluss setzen wir noch einen Zeitraum fest, in dem wir das Ziel erreichen wollen. In diesem Fall haben wir einen Monat gewählt.

    Makroziele - die großen Ziele

    Natürlich kann eine Website auch mehrere Ziele haben. So wäre es denkbar, dass die Website vom Hochzeitsfotograf auch einen Onlineshop beinhaltet. In diesem werden dann unterschiedliche Drucke und Fotos angeboten. Dann könnte man auch das Verhältnis von Besuchern zu Transaktionen, also die E-Commerce Conversion Rate, mit einbeziehen und als Hauptziel festlegen. Wichtig ist hierbei nur, dass die Ziele entscheidend zum Unternehmenserfolg beitragen. Solche Ziele werden als Makroziele bezeichnet und können sehr unterschiedlich ausfallen. Gängige Makroziele können zum Beispiel Verkäufe in einem Onlineshop, Leads über ein Kontaktformular oder Downloads von einem PDF-Angebot sein. Im Gegensatz dazu sind Besucherzahlen einer Website oft keine echten Makroziele. In unserem Beispiel wäre es durchaus denkbar, dass durch das Schalten von Werbung zwar neue Nutzer auf die Website gelangen, diese aber nicht zu Kunden werden. Das Verhältnis von Nutzer und Neukunden wäre dagegen ein legitimes Makroziel.

    Tipp

    Quicktip: Erst planen, dann umsetzen

    Es ist essenziell bei der Planung deiner Website mögliche Ziele vorher zu identifizieren. Denn nur wenn du weißt, was der Nutzer auf der jeweiligen Seite machen soll, kannst du deine Website auch danach ausrichten.

    Mikroziele - Zwischenziele

    Aber was macht man, wenn man das Makroziel nicht erreicht wird? Oftmals gibt es unterschiedliche Zwischenziele, die es dir möglich machen, auch den Weg zu größeren Zielen sichtbar und messbar zu machen. Wenn wir das Beispiel mit dem Hochzeitsfotograf betrachten, gibt es auch hier mögliche Zwischenziele. Dadurch können wir im Optimalfall feststellen, in welchem Schritt der Besucher die Website verlassen hat.

    Bevor ein Besucher zum Kunden wird, schaut er vielleicht ein Video auf der Seite, klickt sich durch die Bildergalerie, oder abonniert einen Social Media Kanal. Auch das Engagement von Nutzern über eine Kommentarfunktion oder das Wahrnehmen von den Inhalten der Website wären mögliche Mikroziele.

    Wie bei den Makrozielen gilt der S.M.A.R.T Ansatz auch bei den Zwischenzielen.

    Handlungsempfehlungen ableiten

    Zum Schluss müssen aus den erhobenen Daten noch Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Denn nur Daten zu sammeln, um diese einfach zu besitzen, sollte nicht das Ziel sein. Unser Hochzeitsfotograf könnte zum Beispiel herausfinden, dass Besucher über Google nicht so viele Leads generieren wie Nutzer, die sich über die Facebook-Seite vergangene Shootings angeguckt haben. Eine mögliche Handlungsempfehlung wäre es, sich mehr auf die Facebook-Seite zu fokussieren und diesen Kanal zu stärker zu nutzen. 

    In folgendem Beispiel siehst du eine Aufschlüsselung nach der Standard Channel Gruppierung in Google Analytics. Jedem Channel sind die Abschlüsse der gesamten Zielvorhaben (Smart Ziele) und der damit verbundene Wert des Kanals zugewiesen. So ist zu erkennen, dass der Channel Organic Search, also der organische Traffic, einen entscheidenden Beitrag zu dem Erfolg der Website leistet. Interessant wäre hier noch die Conversionsrate hinzuzuziehen, um die Qualität der Nutzer nach Channel auswerten zu können.

    Google Analytics Zielvorhabenwert Channel Auswertung
    Ausschnitt Google Analytics - Die unterschiedlichen Zielvorhaben ermöglichen eine Auswertung der beteiligten Traffic- Channel nach Performance

    Zusätzlich wäre eine bezahlte Kampagne möglich. Auch hier müssen dann neue Ziele für die Handlungsempfehlungen festgelegt werden. Oftmals wird dieser Zyklus mehrmals wiederholt,  bis das gewünschte Ergebnis erreicht wird. So wäre es durchaus denkbar, dass die Landingpage unseres Hochzeitsfotografen mehrere Zyklen durchgeht, bis die Anzahl der Leads die festgelegte Zielvorstellung erreicht.

    Hinterlassen Sie einen Kommentar